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Ein Bericht des Haßfurter Tagblatt über eine VALCO Absauganlage

Erst musste der Wind mitspielen

Recyclingfirma Loacker konnte endlich ihre neue Absauganlage einbauen

 

hassfurtTagblatt02Drei mal musste die Aktion verschoben werden, am Dienstag war es dann so weit: Zwei Kräne waren auf dem Gelände des Recyclingunternehmens Loacker aufgestellt, um die neue Filteranlage einzusetzen. „Der Filter stand über mehrere Wochen im Freien“, erzählt Betriebsleiter Matthias Köhler. Geliefert wurde die neue Anlage bereits Mitte Dezember. Vor Ort wurde er dann zusammengebaut und für den Einbau fertig gemacht.

Doch erst jetzt ließen die Windverhältnisse es zu, sie an ihren Platz zu setzen. Denn dafür mussten zwei Kräne den 30 Tonnen schweren Filter durch das offene Dach in das Filterhaus am südöstlichen Teil der Loacker-Halle heben.

 

„Es muss auf den Zentimeter genau passen“, begründet Köhler, warum diese Arbeit bei stärkerem Wind unmöglich gewesen wäre. Kurz darauf setzten die Arbeiter auch den zweiten Teil der neuen Absauganlage ein: Der Schlot, der passgenau auf der Filter gesetzt werden musste. Dieser ist allerdings leichter, so dass hierfür nur einer der beiden Kräne nötig war.

Filter und Kamin sind Teil jener baulichen Maßnahmen, mit denen der Recyclingbetrieb künftig Staubemissionen in die Umgebung vermeiden will. Vorangegangen war eine drei Jahre dauernde Auseinandersetzung: Anwohner hatten unter anderem über Kopfschmerzen, Juckreiz und Mattigkeit geklagt. Als Grund dafür vermuteten sie die Stäube aus dem Betrieb, und tatsächlich ergaben Luftmessungen eine Belastung mit Cadmium, Chrom, Kupfer und Zink. In Wonfurt gründete sich die Bürgerinitiative „Lebenswertes Wonfurt“, das Thema beschäftigte Gemeinderat und Landratsamt, bis sich alle beteiligten schließlich in einem Mediationsverfahren auf die Einhausung des Betriebes einigten.

hassfurtTagblatt01Ende April 2014 unterzeichneten der damalige Landrat Rudolf Handwerker, das Unternehmen, die Gemeinde Wonfurt und die Bürgerinitiative den Genehmigungsbescheid für die Einhausung des Betriebs. Für Handwerker war es eine seiner letzten Amtshandlungen, bevor er die Geschäfte an seinen Nachfolger Wilhelm Schneider übergab. „Es war einer von den Fällen, die ich auf jeden Fall noch in meiner Amtszeit abschließen wollte“, sagte Handwerker damals und sprach gleichzeitig von seinem „schwierigsten Fall“.

Die neue Anlage soll pro Stunde 175 000 Kubikmeter Luft umwälzen und damit künftig die 4000 Quadratmeter große Halle absaugen. Noch stehen einige Arbeitsschritte bevor. Die Halle steht, doch noch sind Öffnungen im oberen Bereich zu sehen. Diese sollen in einem der nächsten Schritte verglast werden. „Dann ist die Halle komplett dicht“, sagt Köhler.

Parallel dazu laufen auch an einer andere Stelle die Arbeiten weiter: Über den Lagerboxen im Westen des Geländes entsteht ein 14 Meter hohes Flugdach. „Die Investitionssumme beträgt insgesamt 2,5 Millionen Euro“, berichtet Köhler.

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